Now isn´t german easy

Simply pecede with a „ge“ or add an „en“ and hey it´s German!

Englische Verben und Adjektive in der deutschen Sprache? No Problem! Was auch immer handy ist läßt sich mit der Vorsilbe ge- oder einem angehängten -en ganz easy usen und der deutschen Grammatik beugen.

So sitzen wir am Computer, downloaden apps und updaten sie oder posten einen Tweet. Unsere Selfies senden wir in die Cloud, damit unsere Follower sie liken können.

Außerhalb der Online Welt ist das Erlebnis shoppen durch nichts zu toppen und wenn wir checken, dass das Double Action Waschgel auch nur flüssige Seife, ist merken wir: Life ist no Pony range!

Einige Beispiele gefällig?

Das Wortvom englischenbedeutet
zoomento zoom invergrößern/verkleinern
plottento plothier: ausdrucken
gecanceltto cancelabgesagt / storniert
votento voteabstimmen
forwardento forwardweiterleiten
downloadento downloadherunterladen (Daten)

Das sind die einfachen „Denglizismen“. Speziell wird es, wenn wir uns eine „stylische“ Hose kaufen. Wir adjektivieren damit das englische Wort „style“, das „Stil“ bedeutet und wollen damit ausdrücken, das unsere Hose der absolut neuesten Mode entspricht. Früher nannte man das modisch, kommt aus dem Französischen und ist dort immerhin auch ein Adjektiv.

Noch „denglischer“ ist es, wenn wir uns oder jemand andern „outen“, womit wir in der Hauptsache eine homosexuelle Veranlagung öffentlich bekanntmachen wollen. „Out“ heißt ja schlicht „aus“. Da gibt es in keiner Sprache ein zugeordnetes Verb. Im Englischen gibt es allerdings den Begriff „coming out“, der urspünglich die offizielle Einführung von Debütanten in die (noble) Gesellschaft bedeutete, heute aber auch im gleichen Sinne wie das genannte „outen“ verwendet wird.

Fazit: Wer up-to-date sein will, suche noch rechtzeitig nach zündenden „Denglizismen“, ehe das Vereinigte Königreich sich dank Brexit wieder in die „splendid isolation“ begibt und hinter unserem Ereignishorizont verschwindet.